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Das Pflegebett – diese Standards sollten gelten

Pflegebett mit Matratzenschutz

Der Lebensmittelpunkt vieler Pflegebedürftiger ist das heimische (stationäre) Pflegebett. Hier spielt sich im Grunde genommen der komplette Tagesablauf ab. Vom Frühstück bis zum Abendessen – meist nur unterbrochen durch die Körperhygiene, die von Pflegepersonal durchgeführt wird. Ohne Frage sollte unter diesem Gesichtspunkt das Pflegebett der sauberste Ort im Haus/der Wohnung sein. Dafür gibt es strenge Standards, die ohne jede Einschränkung dringend eingehalten werden sollten.

Was versteht man unter einem Pflegebett?

Darunter versteht man ein Bett, was speziell auf den Pflegebedürftigen zugeschnitten ist und seinen speziellen, individuellen und medizinischen Bedürfnissen entspricht.

Dazu gehören unter anderen folgende Funktionen:

  • Haltevorrichtung zum selbsttätigen Aufrichten in die sitzende Position
  • Fixierung – im Falle von unkontrollierten Bewegungen zum Selbstschutz der Patienten
  • Fußstützen
  • Haltevorrichtung für Fusionen
  • automatische Bettverstellung (Rückenbereich)
  • seitliche Schutzvorrichtungen (Gitter) um das Herausfallen der Patienten zu verhindern
  • Verstellbarkeit der kompletten Liegefläche (um Patienten in eine andere Position zu bringen) – Winkelverstellbarkeit

Das Pflegebett muss besonders widerstandsfähig sein, da es für den permanenten Gebrauch durch den Patienten gedacht ist.

 

Welche Funktion kommt der Matratze zu?

Die Matratze eines Bettes für Pflegebedürftige unterliegt grundsätzlich zunächst einmal keinen bestimmten gesetzlichen Bestimmungen.

Allerdings ist sie neben dem Bettgestell das einzige Element, was direkten Kontakt zum Patienten hat. Demzufolge sollte sie auch speziell an die Liegegewohnheiten und gesundheitlichen Indikatoren (wie zum Beispiel Allergien) angepasst sein.

Leidet beispielsweise ein Patient/Patientin unter einer Hausstaubmilben-Allergie, so ist es von Vorteil, eine entsprechende Matratze zu verwenden und diese auch regelmäßig professionell reinigen zu lassen.

 

Die Hygiene des Pflegebetts

Nicht nur die Matratze sollte in einem Top-Zustand sein, sondern natürlich auch das komplette Bett inklusive aller Überzüge und Auflageflächen.

Da der Pflegebedürftige im Prinzip den kompletten Tag mit dem Bett in Kontakt ist, wird es sehr wahrscheinlich auch Körperflüssigkeiten wie:

  • Urin
  • Kot
  • Blut
  • Schweiß

ausgeliefert.

Es ist unbedingt erforderlich aus diesem Grund, die Betten in regelmäßigen Abständen zu desinfizieren und gründlich zu reinigen.

Dazu gehören in erster Linie:

  • Matratzenauflagen
  • Bettzeug (Kopfkissen und Bettdecke)
  • Laken
  • Schutzbezüge
  • Bettgestell

Es ist wichtig fü rdie Gesundheit der Pflegebedürftigen als auch für das Pflegepersonal, dass alle Teile des Bettes so beschaffen sind, dass sie problemlos desinfiziert und gereinigt werden können.

Was Bettlaken, Bezüge, Decken und Auflagen betriff – so müssen diese aus Materialien sein, die bei mehr als 65 Grad gereinigt/gewaschen werden können. Denn erst ab dieser Temperatur lassen sich gefährliche Keime abtöten. Essentiell wichtig ist aber auch, dass die Matratzenauflagen wasserfest sind, da sonst Körperflüssigkeiten und andere hygienerelevanten Substanzen bis auf die Matratze vordingen können. Das sollte dringend vermieden werden.

Der Hygieneplan für das Pflegebett

Für den ordnungsgemäßen Ablauf der Reinigung und Desinfektion von Bett und Einrichtung ist es von Vorteil einen detaillierten Hygieneplan auszuarbeiten. An diesen Plan sollte sich dann im Laufe der Betreuung ohne Ausnahme gehalten werden.

Dabei werden:

  • die Intervalle der Reinigung und Desinfektion
  • die zwischenzeitliche Betreuung der Patienten
  • Empfehlungen der Hersteller (von Betten und Bezügen)
  • Reinigungsfirmen und deren Aufgaben

festgeschrieben und erläutert.

Nur wenn sich an diesen Plan gehalten wird, kann eine reibungslose und für den Patienten so angenehm wie möglichen Betreuung gewährleistet werden.